Open Fuel Cell Project: Offene Forschung für den Wissenstransfer in der Energiewende

Wie kann Wissen aus der Energieforschung möglichst viele Menschen erreichen und den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft fördern?

Das ZBT auf der Veranstaltung „Wissenstransfer anders machen?! Reallabore, Pop-Ups, Performances, mobile und aufsuchende Angebote in der Energiewende“ im Wissenschaftspark Gelsenkirchen mit einem Beitrag zum Thema Open Hardware als Instrument für einen offenen und partizipativen Wissenstransfer.

Open Hardware als Wegbereiter für offenen Wissenstransfer

Theresa Schredelseker, Leiterin der Stabsstelle Wissenschaftsmanagement und Kommunikation am ZBT, stellte in ihrem Vortrag das Open Fuel Cell Project vor und erläuterte, wie offene Forschungs- und Entwicklungsansätze dazu beitragen können, innovative Energietechnologien einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Open Hardware ermöglicht es, wissenschaftliche Entwicklungen transparent zu dokumentieren, gemeinsam weiterzuentwickeln und damit neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Forschung, Bildung, Industrie und Zivilgesellschaft zu schaffen.

Brennstoffzellentechnologie im direkten Dialog erleben

Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Open Fuel Cell zudem live präsentiert. Burghard Lutter, der die Entwicklung der Brennstoffzelle maßgeblich vorangetrieben hat, nahm das System vor Ort in Betrieb und erläuterte dessen Aufbau und Funktionsweise. Die Demonstration bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, mit den Forschenden des ZBT ins Gespräch zu kommen und sich über aktuelle Entwicklungen in der Brennstoffzellenforschung sowie über die Potenziale offener Hardwarekonzepte auszutauschen.

Das Open Fuel Cell Project: Offene Technologie für Forschung, Lehre und Innovation

Das Open Fuel Cell Project verfolgt das Ziel, eine PEM-Brennstoffzelle als frei zugängliche Open-Source-Hardware bereitzustellen. Sämtliche Konstruktionsdaten, CAD-Modelle, Stücklisten, Fertigungsunterlagen sowie die technische Dokumentation werden offen veröffentlicht. Dadurch können Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Unternehmen, Makerspaces sowie interessierte Anwenderinnen und Anwender die Brennstoffzelle nachvollziehen, nachbauen, für Lehr- und Demonstrationszwecke einsetzen und im Rahmen eigener Forschungs- und Entwicklungsarbeiten weiterentwickeln.

Das Projekt orientiert sich an den Grundprinzipien von Open Science: Transparenz, Nachvollziehbarkeit und die gemeinsame Weiterentwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die offene Bereitstellung der Entwicklungsunterlagen soll nicht nur den Zugang zur Brennstoffzellentechnologie erleichtern, sondern auch Innovationen beschleunigen, den Wissenstransfer stärken und die internationale Zusammenarbeit fördern. Gleichzeitig bietet die Open Fuel Cell eine niedrigschwellige Plattform für die Aus- und Weiterbildung im Bereich Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien und trägt dazu bei, diese Schlüsseltechnologie anschaulich zu vermitteln.

Wissenstransfer als Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft

Die Veranstaltung verdeutlichte, dass Wissenstransfer weit über die klassische Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und industriellen Partnern hinausgeht. Offene Forschungsansätze schaffen neue Möglichkeiten, Forschung sichtbar zu machen, technologische Entwicklungen nachvollziehbar zu vermitteln und unterschiedliche gesellschaftliche Akteure aktiv in Innovationsprozesse einzubinden. Das ZBT versteht diesen Dialog als wichtigen Bestandteil seiner Forschungs- und Transferaktivitäten.

Das ZBT bedankt sich bei Franz Flögel sowie den Teams des Instituts Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule und des Fraunhofer UMSICHT für die gelungene Veranstaltung und den inspirierenden fachlichen Austausch.

Die Webseite des Open Fuel Cell Project

Weitere Informationen zum Open Fuel Cell Project sowie alle frei verfügbaren Konstruktions- und Entwicklungsunterlagen finden Sie unter https://openfuelcell.org/.

hier geht es zum Projekt

Ansprechperson

Leiterin Stabsstelle Wissenschaftsmanagement und Kommunikation

Dr. Theresa Schredelseker
+49 203 7598-3357

Medien

Weitere News