Teststand für Ammoniak-Craccker in großem Labor

NH3-HRS – Hochreiner Wasserstoff für Tankstellen durch Ammoniak-Cracking

Im Projekt NH3-HRS entsteht ein modulares und skalierbares System, das Ammoniak direkt an Wasserstofftankstellen in hochreinen Wasserstoff umsetzen kann.

Der künftige Wasserstoffbedarf in Nordrhein-Westfalen wird die heimischen Produktionskapazitäten deutlich übersteigen. NH3-HRS entwickelt deshalb eine flexible Lösung, mit der importierter Wasserstoff in Form von Ammoniak auch für dezentrale Anwendungen genutzt werden kann.

Dezentrale Wasserstofferzeugung aus Ammoniak

Ammoniak lässt sich vergleichsweise einfach transportieren und speichern und gilt daher als wichtiger Wasserstoffträger. Für dezentrale Anwendungen wie Wasserstofftankstellen fehlen bislang jedoch effiziente und kommerziell verfügbare Systeme, die Ammoniak vor Ort in Wasserstoff umsetzen.

Im Projekt wird ein brenngasbeheiztes Cracker-Membran-Modul mit einer Produktionskapazität von 1,5 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde entwickelt und demonstriert. Der Ammoniak-Cracker setzt Ammoniak in Wasserstoff und Stickstoff um. Eine Membran trennt anschließend den Wasserstoff ab und stellt die für die Tankstelle erforderliche Reinheit sicher.

Teil eines Teststands für Ammoniak-Anwendungen

Cracker, Membran und Brenner als integriertes Gesamtsystem

Die Schwerpunkte der Arbeiten in diesem Projekt liegen auf der Entwicklung eines modularen und skalierbaren Ammoniak-Crackers, sowie eines ammoniakfähigen Schwachgasbrenners, der die für den Crackprozess benötigte Wärme bereitstellt. Cracker, Membran und Brenner werden technisch aufeinander abgestimmt und als integriertes Gesamtsystem im ZBT-Labor unter anwendungsnahen Betriebsbedingungen untersucht.

Analysiert werden unter anderem Effizienz, Dynamik, Emissionen, Wasserstoffreinheit und Skalierbarkeit. Simulationsmodelle unterstützen die Entwicklung optimaler Betriebsstrategien und werden anhand der Versuchsergebnisse validiert. Ziel ist eine modulare und skalierbare Technologie, die künftig an unterschiedliche Wasserstoffbedarfe und dezentrale Versorgungsstrukturen angepasst werden kann.

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Projektinfos

  • Projektakronym: NH3-HRS

  • Projekttitel: Entwicklung eines skalierbaren Ammoniak-Cracker-Moduls zur Erzeugung von hochreinem Wasserstoff für Wasserstofftankstellen
  • Laufzeit: April 2026 bis September 2029

  • Förderkennzeichen: EFRE-20802113
  • Fördersumme gesamt / ZBT-Anteil: 1.369.064 € / 895.990 €

  • Projektpartner:

Dieses Projekt wird mit Mitteln der Europäischen Union finanziert.

Förderlogo Europäische Union EFRE/JTF NRW

Ansprechperson

Dr. Lena Engelmeier
+49 203 7598-2340

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