HeavyDuty Congress 2026 – Wasserstoffantriebe im Schwerlastverkehr im Fokus

Beim 4. HeavyDuty Congress am 15. Oktober 2026 in Duisburg diskutierten Vertreter aus Industrie und Forschung über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen beim Hochlauf wasserstoffbasierter Antriebstechnologien.

 

Das ZBT – Zentrum für BrennstoffzellenTechnik richtete die Veranstaltung gemeinsam mit dem nationalen Transformations-Hub cH2ance in seinen Räumlichkeiten aus. Im Mittelpunkt standen technische Innovationen, Wirtschaftlichkeit, Infrastruktur und die langfristige Zuverlässigkeit von Brennstoffzellensystemen.

Wirtschaftlichkeit von Wasserstoff-Lkw im Blick

Jurn Terpstra von cellcentric stellte das Hochleistungs-Brennstoffzellensystem BZA375 vor, das bereits in Lkw von Mercedes-Benz und Volvo zum Einsatz kommt. Er erläuterte zudem eine Industrieinitiative, die Fahrzeugentwicklung, Wasserstoffversorgung und Tankstelleninfrastruktur besser aufeinander abstimmen will. Das angestrebte „6-6-260.000-Ziel“ beschreibt einen Verbrauch von 6 kg Wasserstoff pro 100 km, einen Wasserstoffpreis von 6 Euro pro Kilogramm und Anschaffungskosten von 260.000 Euro für eine Sattelzugmaschine.

Wartung vor Ort

Daniel Herzig von BHFM Technologies stellte mobile Komplettsysteme für Wartung und Reparatur wasserstoffbetriebener Nutzfahrzeuge vor. Die Lösungen bündeln die notwendige technische Ausstattung für Servicearbeiten vor Ort und ermöglichen eine flexible Instandhaltung von Lkw und Bussen, ohne auf eine umfassend ausgestattete stationäre Werkstatt angewiesen zu sein.

Hybride Energiesysteme

Keno Leites und Julian Peters von Zeppelin Power Systems erläuterten, wie das Unternehmen Komponenten zu kundenspezifischen Energiesystemen integriert. Vorgestellt wurden unter anderem Brennstoffzellen-Batterie-Hybrid-Systeme für netzferne Anwendungen, etwa auf Baustellen oder bei Veranstaltungen ohne direkten Stromnetzanschluss.

ZBT: Filtersysteme für langlebige Brennstoffzellen

Dr.-Ing. Ulrich Misz vom ZBT zeigte, warum mit steigenden Betriebszeiten von Brennstoffzellen auch Alterungsprozesse im Gesamtsystem stärker in den Fokus rücken. Am Beispiel des Forschungsprojekts KaLiBer erläuterte er die Untersuchung und Auslegung von Filtersystemen für Bau- und Landmaschinen sowie stationäre Anwendungen. Der Prüfstand ermöglicht Tests im verkleinerten Maßstab, um Kosten zu reduzieren und zugleich praxisnahe Ergebnisse zu erzielen.

Austausch zwischen Industrie und Forschung

Der HeavyDuty Congress brachte Unternehmen, Forschungsinstitute und Akteure der Wasserstoffinfrastruktur zusammen. Neben Fachvorträgen bot das Programm eine Paneldiskussion und Führungen durch die Test- und Laborbereiche des ZBT. Die Beiträge machten deutlich, dass der Hochlauf wasserstoffbasierter Antriebe neben technologischen Fortschritten auch eine verlässliche Infrastruktur, wirtschaftliche Betriebskonzepte und langlebige Systeme erfordert.

Organisatorische Fragen zum Heavy Duty Congress

beantwortet gerne

Kathrin Myslak
+49 203 7598-2467
Portrait von ZBT-Mitarbeiterin Kathrin Myslak

Inhaltliche Fragen zum Heavy Duty Congress

beantwortet gerne

Lutz Volmering
+49 203 7598-2470

Impressionen vom HeavyDuty Congress

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