Das mit Ziel2-Mitteln und Geldern der Europäischen Union geförderte Forschungsvorhaben „Entwicklung und Erprobung einer öffentlichen Wasserstofftankstelle nach neuestem Standard“ wurde im Dezember 2014 erfolgreich abgeschlossen. In dem Gemeinschaftsprojekt mit den Partnern Air Liquide Deutschland GmbH und Wuppertal Institut war ZBT für die wissenschaftliche Begleitforschung verantwortlich. Hierzu wurden zunächst unterschiedliche Tankstellenkonzepte in Bezug auf die Wasserstoffbereitstellung und -abgabe einander gegenübergestellt und hinsichtlich der auftretenden Emissionen, der Energiebedarfe und der Wirtschaftlichkeit analysiert. Zur Ermittlung realer Daten erfolgte für die von Air Liquide in Düsseldorf errichtete Tankstelle die Erstellung eines Messkonzeptes. Auf Basis der verfügbaren Messdaten entwickelte ZBT angepasste Bilanzierungstools für Energie und CO2.
Richtlinien und Normen spielen bei der Errichtung und dem Betrieb von H2-Tankstellen sowie bei der Spezifikation und der Überwachung von Wasserstoff als Kraftstoff eine wesentliche Rolle. Im Rahmen des Projektes wurden daher die Regelwerke identifiziert, die in Analogiebetrachtung (z. B. zu Erdgastankstellen) oder über die so genannte Vermutungswirkung (z. B. allgemeine Normen zu Wasserstoff) herangezogen werden können. Da jedoch aktuell noch kein deutschland- bzw. europaweit einheitliches Regelwerk zur Verfügung steht, werden die Anforderungen an die Tankstellen und deren Sicherheitstechnik in jedem Einzelfall neu definiert. Daraus ergibt sich ein erheblicher Abstimmungsbedarf in der EU und im internationalen Bereich, der beispielhaft in dem Projekt aufgezeigt wurde.
- Abteilung Wasserstoff und Batterien