Das Ruhrgebiet ist führend in der Entwicklung von Wasserstoff, mit Plänen für ein 9.700 km langes Netz und Anbindungen an wichtige Seehäfen, und hat das Zeug, eine nationale Modellregion für den deutschen Wasserstoffmarkt zu werden.
Die Metropole Ruhr bietet in Deutschland die besten Bedingungen für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft. Das zeigt das zweite Nationale Wasserstoff-Ranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Studie vergleicht die Stärken und Potenziale von neun wichtigen Wasserstoffregionen in Deutschland. Beste Bedingungen herrschen im Ruhrgebiet in den Kategorien:
- wasserstoffaffine Unternehmen
- Wasserstoffinfrastruktur
- Wasserstoffcluster und -initiativen
- Unternehmensgründungen mit Wasserstoffbezug
- Unternehmenslandschaft
Die guten Ausgangsbedingungen im Ruhrgebiet unterstreicht auch der aktuelle Regierungsbeschluss zum 9.700 km langen Wasserstoff-Kernnetz, den Wirtschaftsminister Robert Habeck diese Woche vorstellte. Das Netz soll in den kommenden Jahren wichtige Wasserstoff-Produzenten, -Importpunkte und -Abnehmer verbinden. Viele Kilometer dieses Netzes sollen durch die Metropolregion Ruhr laufen. Das liegt neben den vielen potenziellen Abnehmern in der Industrie sicher auch an der guten Anbindung an die Seehäfen in Antwerpen und Rotterdam, die eine Schlüsselrolle bei der Produktion und dem Import von Wasserstoff spielen.
„Das Ruhrgebiet ist ein Wasserstoff-Ökosystem mit dem richtigen Vibe, mit engagierten Leuten, Unternehmen mit Weitblick und einer lebendigen Startup-Szene“, beschrieb es ZBT-Geschäftsführer Dr. Peter Beckhaus. „Wir freuen uns, mittendrin zu sein!“
Denn auch in der Wasserstoffforschung ist die Ruhrregion gut aufgestellt. Bei der Wertung nach Einrichtungen pro Einwohner sieht es zwar nicht so gut aus (Platz 5) – allerdings ist das Ruhrgebiet auch eine der bevölkerungsdichtesten Regionen Deutschlands. Dafür gab es bei der qualitativen Bewertung einen guten dritten Platz für den Ruhrpott. Insgesamt empfahl das IW, in der Metropole Ruhr eine nationale Modellregion für Wasserstoff einzurichten, um den Markthochlauf in ganz Deutschland zu beschleunigen.