The hydrogen and
fuel cell center
ZBT GmbH

Projektstart: Wasserstoffqualität in Europa verstehen

Ein hochkarätiges Konsortium will mit der Analyse hunderter Proben ein detailliertes Bild der Wasserstoffqualität an Europas Tankstellen zeichnen. Damit sollen Betreiber bei der Erfüllung der Qualitätsstandards unterstützt und die Normungsarbeit vorangetrieben werden.

Mit dem Hy-SaM-Gerät können Wasserstoffproben an Tankstellen gezogen werden.

Das neue Projekt HyQuality Europe (HQE) zielt darauf ab, die Qualität von Wasserstoffkraftstoffen in Europa zu verstehen und es den Betreibern von Wasserstofftankstellen (HRS) zu ermöglichen, die für Kraftstoffe erforderlichen Qualitätsstandards zu erfüllen. In einer gezielten und repräsentativen Massenmarktuntersuchung soll die Wasserstoffqualität an HRS analysiert werden. Dazu werden 300 Proben im Low-duty-Bereich (700 bar, <60 g/s) und im Heavy-duty-Bereich (350 bar, >60 g/s) in mindestens 13 verschiedenen europäischen Ländern entnommen.

Die Proben werden von führenden Wasserstoffanalyselaboren analysiert und die Ergebnisse für den Aufbau einer open source Datenbank verwendet.

Die Proben werden von führenden Wasserstoffanalyselaboren analysiert und die anonymisierten Ergebnisse für den Aufbau einer Open-Source-Datenbank verwendet. Die Ergebnisse werden Daten zu den Vorkommensklassen (occurance class) verschiedener Verunreinigungen an europäischen Wasserstofftankstellen liefern, anhand derer die Betreiber einen kosteneffizienten Qualitätssicherungsplan zur Risikobewertung erstellen können. So lässt sich ein vergleichsweise teurer präskriptiver Ansatz ersetzen.

Das Projekt HQE soll HRS-Betreibern eine kostengünstige Qualitätssicherung ermöglichen und dadurch helfen, den Preis von Wasserstoff zu senken. Mittelbare Ziele sind, das Vertrauen der Verbraucher zu stärken, den Anreiz für Flottenbetreiber zu erhöhen, auf Wasserstofffahrzeuge umzusteigen, und die breite Einführung von Wasserstofffahrzeugen und Betankungsinfrastruktur zu ermöglichen.

Darüber hinaus wird im Rahmen des Projekts die Qualitätsüberwachung an Wasserstofftankstellen mithilfe von Online-Analysatoren vorangetrieben. Dazu werden drei ausgewählte HRS mit Analysatoren ausgestattet. Um die Kapazität von Analysen gemäß der geltenden ISO-Normen zu erweitern, soll zudem ein Eignungsvergleich von zehn Wasserstoffanalyselaboren erfolgen. Und schließlich wird das Auftreten von mindestens vier neu identifizierten Verunreinigungen mithilfe umfassender Analysetechniken untersucht.

Das Projekt wird durch die Einbeziehung führender Forscher auf diesem Gebiet dazu beitragen, die Entwicklung von ISO-Normen und die künftige Forschung zu diesem wichtigen Thema proaktiv zu unterstützen.

Partner:

  • Air Liquide France Industrie
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
  • EMCEL GmbH
  • ENGIE
  • ENGIE Solutions
  • LINDE GmbH
  • National Physical Laboratory (NPL) Management Limited
  • PKN Orlen
  • SINTEF AS, European Institute for Energy Research (EIFER)
  • Toyota Motor Europe (TME)
  • ZBT - Zentrum für BrennstoffzellenTechnik
  • Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)


Förderkennzeichen: 101101447

Kurztitel: HQE

Laufzeit: 1. Januar 2023 - 31. Dezember 2025

Abteilung Wasserstoff-Infrastruktur

Kontakt: m.dietrich(at)zbt.de