The hydrogen and
fuel cell center
ZBT GmbH

Nachhaltigere Brennstoffzellen: Projekt FC_Bio gestartet

Bio-Brennstoffzellen produzieren: Welche erdölbasierten Materialien lassen sich durch nachwachsende Rohstoffe ersetzen? Das ZBT arbeitet mit Partnerinstituten an innovativen Werkstoffen, mit denen Brennstoffzellen noch nachhaltiger werden.

Gegenüberstellung des konventionellen Aufbaus und der Innovationen und Ziele in den Teilprojekten von FC_Bio

Logo des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz

Brennstoffzellen gelten als saubere Möglichkeit der Stromerzeugung. Doch werden viele Komponenten der Brennstoffzellenstapel aus Erdöl oder anderen energieintensiven oder problematischen Materialien hergestellt. Das gerade gestartete Leittechnologie-Gesamtprojekt Biobasierte Brennstoffzellen (FC_Bio) hat zum Ziel, konventionelle, erdölbasierte Materialien in der Brennstoffzellentechnologie durch nachwachsende Rohstoffe zu substituieren. Durch die Verwendung von innovativen klebtechnischen Fügeverfahren soll der Fokus zudem auf einer Verbesserung der wirtschaftlichen Produktion liegen, um die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger zu fördern.

Zur Realisierung des angestrebten Gesamtziels konzentrieren die drei beteiligten Forschungseinrichtungen ihre Kernkompetenzen: Das Institut für Füge- und Schweißtechnik (IFS) der TU Braunschweig (Projektkoordinator) ist verantwortlich für die Klebstoff- und Fügetechnologie, das Fraunhofer-Institut für Holzforschung Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) konzentriert sich auf die Materialentwicklung biobasierter Werkstoffe und das ZBT wird die Materialentwicklung sowie die Mess- und Prüftechniken im Bereich der Brennstoffzellenentwicklung federführend übernehmen.

Das Gesamtprojekt Biobasierte Brennstoffzellen gliedert sich in vier Teilprojekte:

  • Teilprojekt 1- Joint and Function stellt den verfahrenstechnischen Teil des Gesamtprojekts unter Berücksichtigung der materialspezifischen Anforderungen dar.
  • Teilprojekt 2 - Wooden Endplate beschäftigt sich mit der Materialentwicklung der Endplatten. Aus Hochleistungs-Holzwerkstoffen hergestellte Endplatten haben potenziell ein geringeres Gewicht als herkömmliche metallische Endplatten und die bisher notwendige Isolationsplatte entfällt.
  • Teilprojekt 3 - Compound and Filler beschäftigt sich mit biobasierten Alternativen zu den bislang erdölbasierten Bipolarhalbplatten sowie mit alternativen Füllstoffen.
  • In Teilprojekt 4 - Adhesives werden biobasierte Kleb- und Dichtstoffe für die möglichen Fügestellen innerhalb einer Brennstoffzelle entwickelt.

Zum grünen Wasserstoff und dem emissionsfreien Betrieb kommt dann hoffentlich bald auch die nachhaltig produzierte Bio-Brennstoffzelle hinzu. Die Zukunft wird grün!

Projektinformationen:

  • IGF-Vorhabennummer: 44 LN; 45 LN; 46 LN; 47 LN
  • Laufzeit: 1.November 2021 - 30. April 2024
  • Projektpartner:
    - Institut für Füge- und Schweißtechnik (IFS) der TU Braunschweig
    - Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI)
    - Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) – Abteilung Brennstoffzellen und Stapel